Portugal

Sonntag, 17.03.2013

Hallo ihr Lieben, 

nun endlich mal ein paar Fotos von der Portugal-Reise, die ja nun schon fast 2 Wochen her ist. Ich hab wegen Besuch und den Fallas leider nicht so viel Zeit, alles zu erzählen, deswegen erstmal ausreichend Fotos. Der Rest folgt dann, außerdem bin ich ja in 2 Wochen auch schon wieder daheim und kann dann alles ganz ausführlich erzählen :-)

Wir waren in Santiago de Compostela, Porto, Lissabon, an der Algarve, Sevilla und schließlich Granada! 

Santiago:

 

Porto:

 

 

Lissabon:

 

Sintra:

 

Algarve:

Calpe und Alicante

Montag, 11.02.2013

Hallo ihr Lieben, 

mein vorheriger Blogeintrag war irgendwie verschwunden, ich habe ihn nochmal gepostet, also schaut mal weiter unten, ob ihr ihn schon gelesen habt :-)

Die Klausuren sind rum!! Ich habe es tatsächlich geschafft. Insgesamt habe ich 3 geschrieben, eine habe ich schon sicher bestanden, bei den anderen warte ich noch auf die Ergebnisse. Jetzt steht nur noch die Sprachkursklausur aus, die ist morgen, aber da mache ich mir nich allzu große Sorgen. 

Was ist in den letzten Wochen so passiert? Ehrlich gesagt nicht so viel. Nach dem Klausurenstress war erstmal einige Tage chillen angesagt und ich habe ganz viel Schlaf nachgeholt und natürlich durfte auch die Feierei nicht zu kurz kommen. 

mit Vroni und Eileen beim Feiern :-)

Außerdem hat man jetzt wieder ganz viel Zeit für Dinge, die man schon längst mal in Valencia gemacht haben wollte, aber irgendwie nie dazu kam. Deswegen habe ich mir mit Eileen eine "To-do Liste" erstellt, auf der wir alles festgehalten haben, was wir noch machen wollen, bevor ich Ende März heimfliege. 

Und gestern habe ich eine Tagesexkursion nach Calpe und Alicante gemacht! Um 9 Uhr morgens gings los (Stress!!) und wir fuhren nach Calpe. Das ist eine kleine Stadt südlich von Valencia, direkt am Meer. Dort gibt es einen Berg, den Penyal d'Ifach, der direkt an der Küste liegt und 332m hoch ist. Wenn man davor steht, sieht er so riesig aus, weil er von vorne relativ steil aussieht, aber man kann es tatsächlich schaffe, ihn zu besteigen!! Wir machten uns also auf den Weg und schon nach 10 Minuten waren wir außer Puste, da es ziemlich warm war und die pralle Sonne auf uns schien. Nach ca. 20 Minuten auf einem normalen asphaltierten Weg gelang man an einen Tunnel (unbeleuchtet), durch den man sich an einem Seil durchkämpfen musste. Und danach begann das Grauen. Der Weg war keineswegs "bearbeitet", geschweige denn irgendein Zaun, damit man nicht hinunterfällt... an einem Seil musste man sich also seitlich über den steinernen Weg kämpfen. Zwischendurch war es mal wieder besser, aber im Großen und Ganzen war es schon ziemlich beschwerlich und vor allem Steil. Nach insgesamt ca. 2 Stunden hatten wir es dann aber geschafft und waren oben!! Total verschwitzt und fertig, machten wir erstmal ein kleines Picknick und genossen die fabelhafte Aussicht. Es war einfach traumhaft, man konnte die ganze Stadt und dahinter die Berge sehen...

Hier mal ein paar Fotos, damit ihr euch das besser vorstellen könnt:

Das war das Ungeheuer...

Der beschwerliche Aufstieg kurze Fotopause...

Aussicht von oben

Katzen gab es da oben auch... Eileen und ich FREIHEIT!

 

Danach gings weiter nach Alicante, alle waren schon total fertig und eigentlich hatte niemand mehr so richtig Lust, aber nun gut. Wir hatten dort einen kleine Stadtführung und dann noch etwas Freizeit, um etwas zu essen. Viele gesehen von Alicante haben wir nicht, aber es erschien mir auch nicht besonders sehenswert ehrlich gesagt. Die Burg war ganz nett, aber auch nichts besonderes. Hier noch ein paar Fotos von Alicante:

ich höre natürlich aufmerksam bei der Stadführung zu... Rathaus

Und auf der Rückfahrt passierte dann noch etwas typisch Spanisches... wir hatten eine Reifenpanne. Wir waren gerade auf der Autobahn, etwa 20 Kilometer vor Valencia, da tat es auf einmal einen Schlag und es klapperte alles. Der Busfahrer schien nichts davon mitzubekommen und drückte nochmal schön aufs Gas, bis wir ihn mal darauf aufmerksam machten. Also tuckerten wir zur nächsten Tankstelle und tatsächlich, der Reifen war kaputt und der Bus war total schief. Der Busfahrer beruhigte uns und sagte, es käme gleich ein neuer Bus, der uns zurück nach Valencia bringt, aber natürlich hatten wir uns schon alle auf ein bis zwei Stunden Warten eingestellt, man kennt ja die Spanier. Aber dann passierte etwas völlig Unerwartetes: Nach sage und schreibe 10 minuten (!!!) kam doch tatsächlich ein neuer Bus, mit dem wir dann weiterfahren konnte. Unglaublich! Nur leider ist das hier kein Normalzustand und wird wohl eine einmalige Ausnahme bleiben :-)

Ich berichte weiterhin, bald geht es auf große Portugal-Reise (22. Feb.)!

Bis dahin! :-) 

Alles tutti!

Montag, 11.02.2013

Hallo ihr Lieben, 

nachdem ich mich jetzt länger nicht gemeldet habe, muss ich ja doch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Es geht mir weiterhin gut! Was ist die letzten Wochen so passiert?...

An Weihnachten hatte ich Besuch von meiner Familie und wir haben Weihnachten mal in einer etwas anderen, ungewohnten Umgebung gefeiert. War aber trotzdem gut! Bei 24 Grad über die Feiertage ließ es sich super gut aushalten :-) 

Silvester habe ich mit Freunden gefeiert. Wir waren zu 14 und haben Raclette gemacht, es war das reinste Chaos, denn am Tisch wurden 5 verschiedene Sprachen gesprochen (Spanisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch). Es war dennoch sehr lustig und wir hatten jede Menge Spaß. Und um kurz vor 12 bereiteten wir uns dann auf den Countdown vor. Hier in Spanien gibt es die Tradition, dass man 12 Sekunden vor 12 Uhr jede Sekunde eine Traube isst. Also haben wir uns jeder 12 Trauben in einen Becher gefüllt und den Fernseher eingeschaltet, denn dort wird der Countdown heruntergezählt. Alle saßen gespannt vor dem Fernsehgerät und dann ging es los. Es ist gar nicht so einfach, wie man denkt, vor allem, weil die Trauben auch noch Kerne hatten und irgendwann der ganze Mund voll war. Um Punkt 12 konnten manche also gar nicht reden, sondern hatten einfach nur den Mund voller Trauben. Was noch komisch war, war, dass es in Spanien zu Silvester kein Feuerwerk gibt. Man wartet gespannt, dass um Punkt 12 irgendetwas passiert, aber es passiert nichts. Die Spanier feiern Silvester auch eher in ihren Familien, es ist kein so großes Event wie bei uns in Deutschland. 

Am 2. Januar kam dann meine Cousine Christina zu einem Kurzbesuch vorbei. Wir waren am Strand, sind ein bisschen in der Stadt rumgeschlendert und waren in einem Kunstmuseum, in dem ich vorher auch noch nie war, aber auf jeden Fall nochmal reingehen werde, denn es hat sich echt gelohnt. 

Ansonsten passiert hier momentan nicht so viel, wir haben keine Vorlesungen mehr, weil jetzt offiziell die Klausurenphase begonnen hat. Alle sind eifrig am lernen, ich habe meine erste Klausur zum Glück erst am 23. Januar, sodass mir noch ein bisschen Zeit bleibt und ich noch nicht so im Lernstress sind wie manch andere. 

Da ich nach den Klausuren quasi den kompletten Februar und März frei habe, habe ich mit ein paar anderen Deutschen noch eine etwas größere Reise geplant. Am 22. Februar fliegen wir gemeinsam nach Santiago de Compostela und mieten dort ein Auto. Es geht dann weiter nach Porto, Lissabon und an die Algarve. Wir enden dann in Sevilla, von wo ich aus dann alleine noch nach Granada fahre, weil die meisten anderen dort schon waren. Insgesamt sind wir 8 Tage unterwegs, ich bin mal sehr gespannt, wie das wird und freue mich schon ziemlich :-) 

Anfang Februar werde ich wohl auch noch einen Tag nach Alicante fahren. 

Wenn das alles abgehakt ist, habe ich eigentlich alles, was ich sehen wollte von Spanien gesehen... was mich natürlich nicht davon abhält, nochmal nach Spanien zurückzukehren! 

So, dann mal hier noch ein paar Bilder von den letzten Wochen:

Am StrandIm Zooda war einer richtig böse...Weihnachten!Weihnachtsessen Brunnen am Plaza de la VirgenSüssigkeitenladenIm Kunstmuseummit Tina am Strand

Von Barcelona, Anjas Besuch und Weihnachtsstimmung in Valencia

Montag, 17.12.2012

Hallöchen, 

es ist mal wieder Zeit, euch einen Lagebericht zu geben, nachdem ich mich jetzt länger nicht gemeldet habe. Es gibt viel zu erzählen, denn ich habe viel erlebt ;-) 

Also erstens war ich mit Eileen in Barcelona für 3 Tage. Da der 6. Dezember hier ein Feiertag ist und der Tag danach zum Brückentag erklärt wurde, dachten wir beide, das lassen wir uns nicht nehmen und nutzen das lange Wochenende, um einen Ausflug nach Barcelona zu machen. 

Donnerstags morgens gings also los, 7 Uhr ging unser Bus. Eileen und ich wollten uns direkt dort am Bus treffen. Nun gut, ich war 5 vor 7 da... Eileen nicht. Selbst 5 Minuten vor Abfahrt war der Fahrer schon sehr nervös, als ich meinte, wir müssten unbedingt noch warten, es komme noch jemand. Ich dachte mir "Hallo? Wir sind doch hier in Spanien, als ob dieser Bus pünktlich losfahren wird...". Zum Glück kam Eileen um Punkt 7 angesprintet und alle Aufregung umsonst. Und natürlich fuhren wir dann nicht sofort los, denn der Busfahrer musste noch ein Pläuschen mit seinen Kollegen halten, während der Motor des Busses lief, selbstverständlich. 

4 Stunden lang fuhren wir direkt am Meer entlang und konnten sogar den Sonnenaufgang beobachten, also eigentlich nicht "wir", sondern nur ich, Eileen verschlief das Spektakel. 

In Barcelona angekommen fuhren wir mit der Metro (erste Hürde: Ticket holen auf Katalanisch...) zu unserem Hostel. Es war ein süßes kleines Hostel mit gerade mal 3 Zimmern und es war eine richtige WG-Atmosphäre, wir wurden ganz herzlich empfangen. 

Sofort machten wir uns dann auf den Weg, denn wir hatten viel vor: Plaza Catalunya, die Ramblas, das süße kleine Viertel "el Gótico", den Hafen, die beeindruckende Sagrada Familia und den Parque Güell, gestaltet von Gaudí. Es war ein volles Programm, aber genau in dieser Reihenfolge haben wir es durchgezogen. An einem einzigen Tag. Abends kamen wir verständlicherweise total müde und mit kaputten Füßen im Hostel an. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man konnte einen guten Eindruck von der Stadt gewinnen und besonders beeindruckt haben mich die schönen Gebäude (vor allem die des Künstlers Gaudí!) und die kleinen Gässchen im Gótico. Auch die Sagrada Familia war überragend. Aufgrund der riesen langen Schlangen am Eingang haben wir sie nur von außen angeschaut, hat aber gereicht. Man kommt ja sicherlich mal wieder nach Barcelona... :-) Im Parque Güell hatten wir bei Sonnenuntergang eine super Aussicht auf die Stadt und konnten gleichzeitig noch Musikern lauschen. 

Gaudí Weihnachtsmarkt Sagrada Familia Sagrada Familia Parque Güell Parque Güell Parque Güell Parque Güell Parque Güell Hafen

Am nächsten Tag wussten wir gar nicht mehr so recht, was wir denn eigentlich noch tun sollten, denn wir hatten ja am Vortag schon unser ganzes Programm erledigt. Also haben wir am Hafen gefrühstückt und waren danach noch in der Markthalle. Das hat sich auch nochmal richtig gelohnt, diese Vielfalt der Produkte und die ganzen bunten Farben... aber seht selbst:

Und von Freitag bis heute war dann noch Anja, eine Kommilitonin aus Mainz, zu Besuch. Und natürlich musste ich sie auch mal richtig in das "Erasmus-Leben" in Valencia einführen. Also wurde sie am Freitag Abend kurz nach der Landung sofort zu einer Party geschleppt. Am nächsten Morgen (wir schliefen so bis 13.30) stellte sie kopfschüttelnd fest: "krass, dass das hier so dein Leben ist... ich will auch!". Den restlichen Tag haben wir dann in der Stadt und in diversen Kleidermuseen verbracht und waren abends auf einer Geburtstagsparty. Am Sonntag gings zum Strand, zur Ciudad de las Ciencias y las Artes und zum Abendessen ins Cien Montaditos (regelrechter Studententreff). Heute waren wir dann erneut shoppingtechnisch unterwegs, erfolgreicht versteht sich. Ein paar Bilder von ihrem Besuch:

Anja und ich am Strand in einem kleinen Café am Strand Ciudad de las Ciencas y las Artes Ciudad de las Ciencas y las Artes Ciudad de las Ciencas y las Artes

Und hier noch ein paar Bilder von "Weihnachten in Valencia". Die Beleuchtung stimmt, aber bei 22 Grad momentan kommt absolut keine Weihnachtsstimmung auf... 

Rathaus in Weihnachtsbeleuchtung

Bis bald, ihr Lieben!

Ausflug nach Xátiva

Dienstag, 27.11.2012

Buenas noches, 

ich wollte euch nur kurz von meinem Ausflug am Samstag nach Xátiva berichten. Xátiva ist eine kleine Stadt (ca. so groß wie Heppenheim) in der Nähe von Valencia. Neben der Altstadt ist vor allem sehenswert die riesige Burg auf dem Berg Vernissa. Also machte ich ich mit meiner Mitbewohnerin Helena, mit Laura und Vroni am Samstag Mittag bei sonnigen 25 Grad auf den Weg dorthin. Nach ca. 40 Minuten Zugfahrt waren wir dort angekommen und liefen zur Burg. Das dauerte ca. eine Stunde und war relativ anstrengend, aber es hat sich gelohnt! Die Burganlage ist echt groß und im Grund sind es 2 verschiedene Burgen, eine kleine und eine große. Man hatte einen super Ausblick von dort oben und endlich konnte man mal ein paar Berge sehen! In Valencia ist nämlich alles flach, was zwar fürs Fahrrad fahren unheimlich praktisch ist, aber auf die Dauer doch etwas eintönig ;-)

So, hier ein paar Fotos...

Helena und ich

Zu Besuch in Sevilla und Fußballfieber

Donnerstag, 22.11.2012

Hallo ihr Lieben, 

nun gibt es mal wieder was zu berichten. Am Wochenende war ich nämlich in Sevilla! Ich bin am Samstag Morgen um 8 Uhr nach Sevilla geflogen, um Elena, eine Kommilitonin aus Mainz zu beuschen. Sie macht dort ein Auslandssemester. Nach einer Stunde Flug war ich schon da und machte mich auf die Suche nach Elenas Wohnung. Das war dank meines super Orientierungssinns mal wieder schwieriger als gedacht, aber nach ca. einer halben Stunde suchen war ich dann endlich da. Und natürlich gab es erstmal viel zu erzählen, denn wir hatten uns schon fast 4 Monate lang nicht gesehen! Als dann alle Neuigkeiten ausgetauscht waren, machten wir uns auf den Weg in die Stadt für eine kleine Rundtour. Und ich muss sagen: Sevilla ist wunderschön! Die vielen kleinen Gässchen und die bunten Häuser haben mir besonders gut gefallen. Eine kleine Shoppingtour durfte natürlich auch nicht fehlen. Abends haben wir dann Wraps gemacht und Elena hatte noch ein paar Freunde zu sich nach Hause eingeladen. Es war ein lustiger Abend und wir saßen fast bis 2 Uhr zusammen und haben gequatscht. 

Am Sonntag dann gings wieder in die Stadt. Wir haben die Kathedrale angeschaut und sämtliche andere Gebäude, deren Namen ich mittlerweile schon wieder vergessen habe. Aber alles ist natürlich auf Bildern festgehalten ;-) Wir haben dann in der Stadt noch gegessen und sind nach Hause gelaufen. Abends sind wir nur müde ins Bett gefallen und haben Fernseh geschaut. Ein echtes Highlight für mich, denn in meiner Wohnung in Valencia habe ich keinen Fernseher und bin somit noch nie in den Genuss spanischen Fernsehs gekommen, haha... Aber erstaunlicherweise konnte man sehr sehr viel verstehen. Es wird also mit dem Spanisch. 

 KathedraleKathedrale

Am Montag musste Elena dann in die Uni und währenddessen habe ich mich den Garten "Jardín del Alcázar" direkt hinter der Kathedrale angeschaut. Das ist eine tolle Gartenanlage mit vielen Brunnen und mit Fliesen geschmückten Bänken. Ca. 2 Stunden bin ich darin rumgeirrt und habe das schöne Wetter genossen (25 Grad!).

Nach der Uni habe ich mich mit Elena getroffen und wir sind zusammen zum Plaza de Espanya gelaufen. Und das war einer der coolsten Plätze, die ich je gesehen habe! Als wir dort ankamen konnte ich es erstmal gar nicht fassen, es sah aus wie in einem Märchen! Der Platz ist riesengroß und sooo toll. Er ist halbrund, wie ein Halbmond. Der Platz wurde 1928 für die Iberoamerikanische Ausstellung fertiggestellt und soll eine Umarmung der südamerikanischen Kolonien darstellen. Ich konnte gar nicht aufhören, Fotos zu machen. Aber bald mussten wir auch schon wieder los, denn wir wollten noch etwas essen, bevor ich heimflog. Um halb 12 abends war ich dann wieder "zu Hause" in Valencia.

Plaza de Espana Plaza de Espana Plaza de Espana Plaza de Espana Plaza de Espana Plaza de Espana Plaza de Espana

Und am nächsten Tag gab es schon das nächste Highlight: das Champions League Spiel FC Valencia gegen den FC Bayern München im Mestalla Stadion in Valencia! Das marode Stadion (ein neues wird gebaut, aber da kein Geld mehr da ist, ist momentan Baustopp) machte uns zwar etwas Angst, konnte uns aber dennoch nicht davon abhalten, uns das Spiel gemeinsamen anzuschauen. Wir hatten uns zu zwanzigst Karten gekauft, direkt neben dem Bayern Block. Im Stadion angekommen, mussten wir feststellen, dass unser Block der reinste "Erasmus-Block" war. Man kannte ganz viele vom Sehen aus der Uni, vom Feiern oder vom Strand. Das Spiel an sich war gut, die Stimmung leider nicht so. Viele Ränge waren komplett leer und außer den Bayern Fans machte keiner Lärm. Das war schade, aber es war trotzdem richtig gut. Gegen Ende des Spiels kam dann auf einmal eine Durchsage auf Deutsch, die anfing mit: "Achtung, hier spricht die Polizei..." Alle sind total erschrocken, aber letztendlich wurde nur durchgesagt, dass alle Bayern-Fans nach dem Spiel auf ihren Sitzen bleiben sollen und warten, bis sie aufgefordert werden zu gehen. Dies diente zur Sicherheit, damit es vor dem Stadion nicht zu Ausschreitungen mit den Valencia-Fans kommt. Somit mussten wir nach dem Spiel noch fast eine halbe Stunde warten, bis wir endlich das Stadion verlassen konnten.

mit Eileen im Stadion

Dieses Wochenende habe ich noch nichts bestimmtes geplant. Am Dienstag schreibe ich im Sprachkurs einen Test, dafür werde ich wohl mal ein bisschen lernen müssen (der reinste Stress!).

Machts gut und ich hoffe, ihr seid schon mehr in Weihnachtsstimmung als ich hier bei 20 Grad!

Linda

Salamanca, Madrid und Toledo

Sonntag, 11.11.2012

Hallo ih Lieben, 

endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir und der Bericht von meiner Reise, leider eine Woche zu spät. 

Letzten Mittwoch ging es los. Nachts um halb 4 fuhren wir mit 2 Bussen los nach Salamanca. An Schlaf war natürlich nicht zu denken, denn in unserem Bus waren ca. 70% Italiener und Italiener scheinen keinen Schlaf zu brauchen. Also hatten wir bis nach Salamanca ca. 8 Stunden Remmidemmi und Musik, aber auch ganz viel Spaß im Bus. Dort angekommen bezogen wir unsere Hostels (da wir an die 100 Leute waren, waren wir auf 4 verschiedene Hostels aufgeteilt) und mittags gab es dann gleich eine kleine Stadtführung, die von 2 spanischen Studenten gemacht wurde. 

Während der Stadtführung habe ich richtig Gefallen an Salamanca gefunden, es ist eine sehr alte Stadt mit der ältesten Universität in ganz Spanien. Alle Gebäude sind aus Sandstein gebaut und es ist eine richtige Studentenstadt. Es gibt viele kleine Bars und Geschäfte und mir kam es so vor, als ob alle Menschen, die dort rumliefen unter 30 waren. Erasmus in Salamanca wäre also auch nicht so schlecht gewesen ;-)

Leider war es aber riiiiichtig kalt, sodass ich mir dort erstmal Handschuhe gekauft habe. 6 Grad waren es, das sind wir von Valencia anders gewöhnt!

Da ich leider meine Speicherkarte in Valencia vergessen hatte, konnte ich am ersten Tag in Salamanca leider keine Bilder machen, deswegen habe ich nur ein paar vom zweiten Tag:

Uni Salamanca Kathedrale Salamanca Kathedrale Salamanca

 

Am Donnerstag Abend hatten wir dann eine "cena", ein gemeinsames Abendessen. Es gab 3 verschiedene Gänge und Sangria "so viel wie wir wollten". :-) 

Bei der cena am Abend - Laura, Vroni und Philipp Cena - Livi, Margi und ich

 

Am Freitag Morgen ging es dann weiter nach Madrid. Um 10 Uhr morgens sollten wir weiterfahren, natürlich wurde es 11 bis wir wirklich loskamen. 

Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und schon bezogen wir unsere Hostels mitten im Zentrum Madrids. Wir hatten zu viert ein riesengroßes Zimmer. Wieder waren wir aufgeteilt, dieses Mal gab es nur 2 Hostels. Den Tag hatten wir zur freien Verfügung und wir verabredeten uns mit anderen Studenten, um gemeinsam ins Prado zu gehen, das wohl bekannteste und größte Kunstmuseum der Welt. Dank unseres Studentenstatus hatten wir freien Eintritt und los gings. 5000 Gemälde, Skultpuren und vieles mehr erwartete uns... Die ersten 2 Stunden war es echt interessant, aber dann wiederholte sich viel. Wenn man dann am 300. Bild vorbeiläuft, auf dem irgendein Adeliger abgebildet ist in seltsamen Klamotten, hat man irgendwann nicht mehr so viel Lust :-) Man möchte ja auch keinen Kulturschock erleben!

Prado

Abends waren wir dann feiern in einem zur Disco umgebauten Theater. Die Location war super und da so gut wie jeder mitgekommen ist, hatten wir einen riesen Spaß :-)

Samstags hatten wir dann eine Stadtführung. Das witzige war, dass unser Guide gar kein Spanier war, sondern ein seit 7 jahrenin Madrid lebender Argentinier. Dadurch war er aber sehr gut zu verstehen, weil er nicht, wie die Spanier, so schnell und nuschelig geredet hat. Die Tour war sehr kurzweilig und lustig, aber leider war ich von Madrid echt enttäuscht. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, bis wir etwas "schönes" oder "sehenswertes" sehen, aber Fehlanzeige... Der Palast war schön, ein paar Kirchen, aber sonst hatte Madrid echt nicht so viel zu bieten. Ich hatte mir mehr erhofft. Gut, vielleicht lag es auch am strömenden Regen und der Kälte, aber ich habe Madrid eher als sehr überfüllte, laute und viel zu große Stadt in Erinnerung. 

Hier ein paar Fotos:

Plaza Mayor Madrid Plaza Mayor Madrid Kirche

also ich find das hier z.B. echt hässlich. Das soll ein wichtiges Theater sein:

Theater Madrid Puerta del Sol Madrid Madrid

weltbeste Pizza in Madrid! Auch wenn die Italiener uns später erzählt haben, dass das gar keine richtige Pizza sei, weil da roher Schinken drauf sei (der Käse wurde aber beim Heranzoomen an das Foto für okay empfunden).

weltbeste Pizza!

Und am Sonntag Morgen gings dann weiter nach Toledo. Toledo war bis 1561 Hauptstadt Spaniens. Komisch eigentlich, weil Toledo im Gegensatz zu Madrid sehr sehr klein und überschaubar ist. Mit Rolltreppen fuhr man hoch in die Stadt, da Toledo auf einem Berg liegt. Und trotz des Regens waren wir alle begeisert. Ähnlich wie Salamanca sind die Gebäude aus Sandstein gebaut und es gibt viele kleine Gässchen. Im Prinzip sind wir einfach ein paar Stunden einfach planlos durch die Stadt gelaufen, aber ich glaube, dadurch haben wir echt viel gesehen. Die Abfahrt war eigentlich für 18 Uhr geplant, aber wegen des strömenden Regens sind wir schon um 15 Uhr wieder gefahren. 

Eindrücke von Toledo:

Und dann passierte mal wieder was typisch Spanisches. Auf einmal meinten unsere Leiter, dass wir jetzt noch eine Besichtigung in einer "ferrentería", einer Eisenfabrik, machen. Alles klar, dachten wir uns, nehmen wir das halt auch noch mit. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir dort an und wurden einfach in einen Raum geführt mit zahlreichen Schwertern, Schmuck und was weiß ich nicht alles. Nix mit Führung. Es war einfach ein Laden, zu dem wir gekarrt wurden und dort anscheinend was kaufen sollten. Wie bei einer Kaffeefahrt. Nur waren wir irgendwie nicht so ganz die Zielgruppe dafür. Kein Mensch wusste, was wir dort sollten und das Resultat war, dass wir nach 10 Minuten in diesem Shop wieder raus sind und uns in den Bus gesetzt haben...

Abends um 10 waren wir dann wieder in Valencia und als wir aus dem Bus stiegen, dachten wir alle, uns trifft der Schlag. Nach 5 Tagen Regen und Kalte erwartete uns Valencia abends um 10 Uhr mit satten 25 Grad. Also erstmal Wintermantel aus und ab nach Hause :-)

So, das wars von meiner Reise. Diese Woche ist nichts Spannendes passiert, nächstes Wochenende fliege ich schon nach Sevilla zu Elena, einer Kommilitonin aus Mainz, die dort Erasmus macht. Freue mich schon! ;-)

 

Ich frieeeeere!

Montag, 29.10.2012

Leute, es ist sau kalt hier!!! Tagsüber werden es zwar bis zu 20 Grad, aber abends richtig kalt. Durch die Fenster zieht es rein und ich glaube es ist hier drinnen kälter als draußen. Natürlich habe ich mich auch gleich mal erkältet und jetzt sitze ich hier in meinem Zimmer ohne Heizung mit Pulli, Jogginghose und dicken, selbstgestrickten Socken (danke Bawett!) in meinem Bett und trinke Tee. Bis morgen muss ich fit sein, denn dann gehts ja schon ab nach Madrid! :-)

Am Freitag waren wir mit unserer Englisch-Dozentin in einer Andy Warhol Ausstellung. Das hat mir richtig gut gefallen, vor allem, dass so etwas von der Uni angeboten wurde, obwohl es eigentlich gar nichts mit unserem Studiengang zu tun hat. Die Ausstellung war zwar nicht besonders groß, aber man konnte doch einige Werke bestaunen und jeder hat sogar ein gratis Poster von Andy Warhol bekommen, was jetzt an meiner Wand hängt und mein Zimmer verschönert. Die Bilder sind zwar oft sehr abstrakt, aber mir haben besonders die bunten Farben und die Ideen hinter den Bildern. 

Ach und vor einer Woche war ich mit 3 Freundinnen in Albufera. Das ist ein Naturpark in der Nähe von Valencia, wo man angeblich die beste Paella essen kann! Haben wir natürlich auch gemacht, ich persönlich war aber nicht so begeistert, denn sie war sehr fettig und eher wie ein Brei mit Hühnchen und Gemüse. In der Albufera gibt es ansonsten noch einen großen See zu bestaunen und ganz ganz viel Natur. Man kann außerdem mit dem Boot rausfahren, was wir aber leider nicht mehr geschafft haben, da wir nur wenige Stunden zur Verfügung hatten und ja schon Ewigkeiten auf unsere Paella warten mussten...

Ansonsten ist nicht viel passiert hier, langsam hat sich der Alltag eingeschlichen und man ist weniger damit beschäftigt, sich Dinge anzuschauen als etwas für die Uni zu tun. In einigen Wochen muss ich zusammen mit 2 Spanierinnen eine 60-minütige Präsentation auf Spanisch halten über die Sprache in Frauen- und Männermagazinen. Heute haben wir uns das erste Mal getroffen, um einen ersten Entwurf zu machen. Es ist gar nicht so einfach, sich einzubringen, weil die Spanier so schnell reden und bis ich meine deutschen Gedanken auf spanisch übersetzt habe, haben die schon längst gesagt, was ich gerade gedacht habe. Naja. Alles wird gut. 

Es gibt sonst wirklich nichts neues zu berichten, aber morgen gehts ja ab nach Salamanca, Madrid und Toledo und dann gibts am Montag wieder einen ausführlicheren Bericht über meinen Kurztrip. 

Bis dahin alles Gute!

PS: habe eine kleine Collage gemacht vom Skypen an Lukas' Geburtstag. Es war super lustig, euch alle zu sehen. Ich hab mich sehr gefreut, dass das geklappt hat! :-)

Papa und ich vorm Brunnen am Plaza de la Virgen Im Gebäude, wo früher mit Seide gehandelt wurde (Lonja de la Seda) Mit Livi und Laura in der Stadt der See der Albufera Albufera mit Lia Albufera mit Vroni und Eileen Orangenbäume Paella! Ich bin noch nicht so ganz begeistert... Lukas' Geburtstag über Skype

Die Spanier spinnen!

Dienstag, 09.10.2012

Hola hola, 

bin gerade eben nach Hause gekommen, ich war mit Freunden im Zentrum unterwegs, denn heute ist Feiertag und wir hatten keine Uni. Es ist "dia de la Comunidad Valenciana", am 9. Oktober 1238 wurde Valencia von Jakob von Aragón erobert. Seit heute Morgen um 8 Uhr (!) feiern die Spanier und wie so oft, ging es natürlich erstmal mit einem Feuerwerk los. Als ich davon aufgewacht bin, wusste ich erstmal gar nicht was los war, aber ein Gang auf den Balkon und ich sah schon Scharen von Menschen zum Plaza de Ayuntamiento pilgern. Um 14 Uhr habe ich mich dann mit Laura, Lia und Olivia getroffen, um das nächste Feuerwerk anzuschauen. Und wenn ihr euch jetzt fragt, Feuerwerk um 14 Uhr mittags, was soll denn das? Ja - das haben wir uns auch gefragt, wie gesagt, die Spanier spinnen ein wenig. Die Valencianer lieben Feuerwerke und sobald es irgendeinen Anlass gibt, werden Böller in die Luft gejagt. Jedenfalls konnte man vor lauter Rauch nichts mehr sehen und natürlich konnte man auch vom Feuerwerk selbst überhaupt nichts sehen, trotzdem haben alle Leute fasziniert in die Luft gestarrt und haben geklatscht. Den Sinn davon habe ich bis jetzt noch nicht erkannt. Es war einfach nur tierisch laut und hat gestunken, aber naja.

Um 16 Uhr sollte es das nächste Spektakel geben. Eine traditionelle Tanzaufführung am Plaza de la Virgen. Bis dahin hatten wir noch Zeit und gingen in ein Café, um was zu trinken und etwas kleines zu essen. Wir bestellten Crepés, die nach einer halben Stunde immer noch nicht da waren. Nachdem wir 3 Mal nachgefragt hatten und uns immer wieder gesagt wurde "si, si, vienen los crepes ahora mismo, en 5 minutos" ("jaja, die Crepés kommen sofort, in 5 Minuten") hatten wir die Vermutung, dass die Zutaten erst noch gekauft werden mussten. Nach 45 Minuten hatten wir dann unser Essen endlich. Gut war es, aber es war auch wieder mal sehr typisch Spanisch. 

Um 17 Uhr ging es weiter. Von der Calle de la Paz bis zum Ayuntamiento fand ein Umzug statt. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie an Fastnacht, es gab verschiedene Gruppen mit verschiedenen Themen. Am Anfang kamen die Mauren, die mit Schwertern gekämpft haben, später irgendwelche Papageien, zwischendurch Pferde; es war also bunt gemischt. 

Nun ist es mittlerweile fast 8 Uhr und draußen ertönen immernoch dauernd Feuerwerke, ich höre Musik vom Umzug und viele Menschen. Feiern können die Spanier!

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass ich bald noch mehr von Spanien erkunden werde! Vom 31. Oktober bis 4. November geht es nach Madrid, Salamanca und Toledo und im November fliege ich für 3 Tage nach Sevilla zu einer Kommilitonin aus Mainz, die dort Erasmus macht. Ich freue mich schon!! :-)

Und ich habe mich für einen semesterbegleitenden Sprachkurs von der Uni aus angemeldet, 2 mal die Woche jeweils 2 Stunden zum Schnäppchenpreis! Für Erasmusstudenten kostet es statt 300 nur 65 Euro (warum musste ich gerade an Trudl denken?...)

Das war's erstmal wieder von hier, ich werde weiterhin berichten.  

Hasta luego!

Kim (franz. Mitbewohnerin) und unser Geburtstagskuchen für Helena Kim, Hatty, Helena, Rebecca, Andrea und ich beim Konzert Traditioneller Tanz Papageien beim Umzug

IBIZA!

Montag, 01.10.2012

Buenas tardes, 

es gibt viel zu erzählen. Gestern bin ich nach 5 Tagen Ibiza völlig übermüdet und krank wieder nach Hause gekommen, aber ich hatte einen riesen Spaß. 

Am Mittwoch ging es los. Zusammen mit ca. 200 anderen Erasmusstudenten machten wir uns auf den Weg nach Ibiza, los ging es vom Erasmus-Büro, Mit dem Bus fuhren wir nach Denia und von dort aus dann mit der Fähre rüber nach Ibiza. Die Fahrt mit der Fähre dauerte gefühlte 100 Stunden, auch wenn es "nur" 4 waren. Schon an Bord ging die Party los, es wurden riesige Boxen aufgebaut und getanzt. Olivia, Laura und ich saßen leider von den 4 Stunden ca. 3 nur rum und mussten aufpassen, uns nicht zu übergeben, weil die Fähre aufgrund von Unwettern doch ziemlich schwankte (aber das sollte nicht unser letzter Höllentrip mit einem Schiff gewesen sein). Nachts um 1 Uhr kamen wir dann endlich an unserem "Hotel" (immerhin 2 ganze Sterne!) an und bezogen unsere 6-er Apartments. Ich hatte vorher angegeben, mit Olivia (sie kenne ich aus Mainz) in ein Zimmer zu gehen, also waren wir schonmal zu zweit, der Rest wurde von den Organisatoren entschieden. In unserem Apartment angekommen, kamen auch schon die restlichen Mitbewohner und wir staunten nicht schlecht, als sich die beiden Deutschen als "Franz" und "Hagen Richard" vorstellten. Ansonsten war Laura noch in unserem Zimmer (sie kannten wir aus Valencia) und ein Italiener, Mikele. Obwohl es mittlerweile halb 2 nachts war, dachte noch keiner ans Schlafen und um ca. halb 4 zogen wir dann mit ca. 15 anderen Studenten los ins "West End". So wird ein Viertel in San Antonio genannt, in dem sich eine Bar an die nächste reiht und so gut wie NUR Engländer unterwegs sind. Dort erwartete uns eine komplett andere, neue und verrückte Welt. So gut wie jeder war verkleidet, manche waren bemalt von oben bis unten, die meisten jedoch nicht mehr Herr irrer Sinne ;-) Doch man gewöhnt sich an alles. Schnell wurde alles ganz normal und man wunderte sich gar nicht mehr, wenn einem auf der Toilette auf einmal ein Flamingo begegnete.  

Am Donnerstag erkundeten wir ein bisschen die Stadt, die wirklich schöne Ecken hat. Ansonsten war Ibiza eher hässlich und dreckig und natürlich sehr sehr touristisch. Abends ging es dann wieder ganz international on tour. Nach einer guten Stunde Schlaf mussten wir allerdings schon wieder aufstehen, da wir am Freitag Morgen einen Ausflug nach Formentera gebucht hatten, eine traumhafte schöne Insel angeblich 30 Minuten entfernt von Ibiza. Angeblich. 

Nachdem wir uns also aufgerafft hatten und aufgestanden waren, fuhren wir zum Hafen und sahen dort schon unser "Schiff". Es erschien mehr als wackelig und war dazu nicht gerade groß, aber "was soll's, rauf da, wird schon", dachten wir uns. Die erste halbe Stunde (nach der wir ja eigentlich schon dort sein sollten) verlief noch ganz gut, aber dann ging es los. Es fing an zu regnen und der Wellengang wurde immer stärker. Das Schiff wankte von einer auf die andere Seite und da wir oben saßen, hatte man permanent das Gefühl, man falle jeden Moment über die Reling ins Wasser. Die ersten begannen nach Tüten zu fragen und auch mir wurde richtig schlecht. Laura war inzwischen schon panisch mit einer Tüte nach unten gerannt und ich dachte mir, es sei nur noch eine Frage der Zeit wann es mich erwischen würde. Auch die Crew war inzwischen sehr nervös und ich bin mir immernoch nicht sicher, ob die das alles noch so im Griff hatten, aber hauptsache erstmal die Musik voll aufdrehen und so tun, als ob alles in Ordnung ist. Im Verschleiern sind die Spanier ziemlich gut. Letztendlich kamen wir nach anderthalb Stunden dann endlich mal auf Formentera an und liehen uns Fahrräder aus, um die Insel zu erkunden. Und sie war wirklich wunderschön. Überall gab es kleine Strände mit feinem weißen Sand und kristallklarem Wasser, nur leider spielte das Wetter so gar nicht mit und es regnete ständig. Trotzdem bin ich froh, dort gewesen zu sein. Um 18 Uhr ging es zurück nach Ibiza und jedem graute es vor dem Heimweg auf dem Schiff, da das Wetter und somit auch die Wellen noch schlimmer geworden waren. Und es war wie auf der Hinfahrt. Die erste halbe Stunde war gut, aber dann ging es los. Die Wellen waren zum Teil mindestens 8-10 Meter hoch und man musste sich richtig festhalten, um nicht rauszufallen. Plötzlich kam eine Welle von rechts und setzte das halbe Boot unter Wasser. Diejenigen, die auf der rechten Seite saßen (mich eingeschlossen) waren komplett nass. Komplett. Ich tropfte und ausgerechnet hatte ich mir kurz vorher noch alle Jacken, die ich dabei hatte, angezogen und mir mein Handtuch um den Kopf gewickelt, das alles war natürlich auch nass. Bibbernd überstand ich die letzte Stunde (übergeben inklusive), doch am Hafen angekommen, mussten wir auch noch mit dem Bus zum Hotel fahren. Zwei Brasilianer boten mir an, mich mit ihrem Mietwagen mitzunehmen und mir kam das mehr als recht, da ich einfach nur noch so schnell wie möglich nach Hause wollte. Doch leider hatten sie vergessen, wo sie ihr Auto geparkt hatten und die Suche ging los... Auf dem Weg konnte ich mich aber immerhin teilweise umziehen, ein Kanadier hatte eine Wechselhose dabei und von einem Österreicher bekam ich einen dicken Pulli. In diesem schicken Outfit gings also zurück und nach 3 Stunden komplett durchnässt endlich unter die ersehnte warme Dusche. 

Am Samstag dann schliefen wir lange aus und gingen dann zum "Zoo Project". Das ist eine Art Festival in einem verlassenen Zoo. Vorher gings aber zum Bodypainting, um "tierisch" gut auszusehen :-) Es waren super viele Menschen da (wieder mal die meisten Engländer) und die Stimmung gut. Nur muss man auf Ibiza generell aufpassen, denn man wird von jedem dritten angesprochen, ob man irgendwelche Drogen kaufen möchte oder verkauft. Also ist es besser, sich in den Diskotheken gar nichts zu trinken zu kaufen, um nicht Gefahr zu laufen, etwas in den Drink geschüttet zu bekommen. 

Am Sonntag ging es dann wieder super komfortabel mit der Fähre zurück nach Valencia. Komfortabel deshalb, weil wir (warum auch immer) in riesigen Sesseln sitzen durfte, die man komplett zurückstellen konnte. Es war wie in der Business Class im Flugzeug. Ganz bequem schlummerten wir also 4 Stunden auf unseren High Tech Sesseln und die Fahrt verging wie im Fluge. 

Nun ist Montag und leider bin ich doch nicht ganz unbeschadet davongekommen und bin ein wenig erkältet, aber macht nichts, wird alles wieder. "No te preocupes" (mach dir keine Sorgen), wie die Spanier immer sagen. 

Ansonsten alles tutti hier, bin nun schon fast 7 Wochen hier und die Zeit verging wie im Fluge. Habe mich mittlerweile super eingelebt und möchte gar nicht heim :-)

Unsere Mitbewohner: Hagen Richard, Franz, Olivia, ich und Laura Nach dem Bodypainting Olivia, Laura und ich Mit Olivia im Und so sah ich nach der Bootsfahrt aus.. mit viel zu großer Hose und Pulli Formentera Nachtbaden!

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